Ein barrierefreier Garten für unsere Oberlinerinnen und Oberliner

Verein Oberlinhaus

Im Oberlinhaus leben 196 Menschen mit Taubblindheit, Hörsehbehinderung, einer körperlichen und/oder geistigen Behinderung oder Autismus. Viele sind neben ihrer Behinderung auch schwerkrank, gehören zu gesundheitlichen Hochrisikogruppen.
Tagtäglich waren wir bisher damit beschäftigt, Mauern und Barrieren, die uns umgeben, symbolisch einzureißen. Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, unsere Arbeit für „die Welt da draußen“ sichtbarer zu machen und auch für alle Babelsberger einen attraktiven Ort der Begegnung, des Verweilens und des Austauschs zu schaffen.
Doch seit März 2020 mussten wir unsere Bewohner/innen leider zum Teil von der Außenwelt isolieren, um sie zu schützen. Inzwischen sind wir sogar froh, dass unser Oberlinhaus auf Grund seiner Bauweise von massiven Mauern umgeben ist, die einen zusätzlichen Corona Schutz ermöglichten.
Die nahen Parks und Gärten sind für die meisten unserer Bewohner/innen weiterhin tabu.
So entstand die Idee eines barrierefreien Gartens im Oberlinhaus. Gärten verschaffen Lebensqualität, verbunden mit einem gesundheitlichen Gewinn. Dabei ist es völlig egal, ob ein Mensch eine Behinderung hat oder nicht. Ein schöner Garten, in unserem Fall auch barrierefrei, bietet Raum für Bewegung und Begegnungen, wenn nötig, auch mit Abstand. Unseren Bewohner/innen, gerade den Älteren unter ihnen, wollen wir eine Möglichkeit bieten, auch auf dem Oberlin-Campus Natur im Freien zu genießen und zu erleben. Für sie sind die Alltagseinschränkungen durch Corona ungleich schwerer. Gerade deshalb sollen sie Möglichkeiten der Entspannung und des Abschaltens erhalten.